Die wundervolle Welt der Bachblüten – kaum jemand kennt sie nicht. Die bekannteste Mischung ist wohl das Rescue Remedy von Dr. Bach, das gerne in Ausnahmesituationen eingesetzt wird.

Doch Bachblüten können so viel mehr! Sie sind eine Art „Seelen-Tropfen“, die auf den Erkenntnissen des britischen Arztes Dr. Edward Bach basieren. Schon diese Bezeichnung berührt mich. Wie oft wünschen wir uns, unsere Hunde auf einer tieferen, emotionalen Ebene zu unterstützen, wissen aber nicht, wie?

Ich erlebe immer wieder, wie wirksam diese sanfte Methode sein kann. Die Erfolge, die ich mit vielen Mensch-Hund-Teams erzielen durfte, faszinieren mich jedes Mal aufs Neue.

Bachblüten bestehen aus 38 verschiedenen Essenzen, die aus Pflanzen und Blüten gewonnen werden. Jede einzelne steht in Verbindung mit bestimmten emotionalen Zuständen und trägt eine feine, energetische Schwingung in sich.

Diese Schwingungen wirken direkt auf das Energiesystem des Körpers und helfen, innere Blockaden zu lösen. Dabei geschieht Folgendes:

  • Die Essenzen setzen Impulse und überfluten Blockaden im Energiesystem (Meridiane).
  • Die Meridiane sind mit den Organen verbunden, was die körperliche Ebene beeinflusst.
  • Der Darm gibt Signale an das Gehirn, das biochemisch reagiert und die Grundlage der Blockade wird gelöst.
  • So werden die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Genau wie wir Menschen können auch Hunde emotionale und psychische Ungleichgewichte entwickeln, die sich oft körperlich äußern. Bachblüten bieten individuelle Lösungen, die sich an den Charakter und die Bedürfnisse des Hundes anpassen lassen.

Jeder Hund ist einzigartig – und sollte auch so behandelt werden.

Natürlich gibt es Menschen, die Bachblüten belächeln oder enttäuscht sind, weil sie keine Wirkung verspüren. Oft liegt das jedoch an fehlendem Wissen über die richtige Auswahl, Dosierung und Lagerung der Blüten.

Es gibt Online-Generatoren, die aus wenigen Fragen eine Mischung erstellen. Doch seien wir ehrlich: Selbst wir Menschen tun uns oft schwer, unsere Emotionen genau zu benennen. Wie soll dann ein Algorithmus durch ein paar Klicks die komplexe Gefühlswelt eines Hundes entschlüsseln?

Ein echter Erfolg mit Bachblüten setzt voraus, dass wir unseren Hund genau lesen – ohne Missverständnisse, ohne Vermenschlichung und ohne Projektion eigener Emotionen.

Ein gutes Beispiel für die Vielschichtigkeit der Emotionen ist Angst. Viele Hundebesitzer sagen: “Mein Hund hat Angst.” Doch ist es wirklich Angst? Oder eher Unsicherheit? Fehlt ihm Selbstvertrauen? Spielt er vielleicht nur Angst vor? Ist es eine plötzliche Furcht oder eine langanhaltende Phobie?

Die richtige Blütenwahl beginnt mit den richtigen Fragen, diese Differenzierung ist entscheidend, um wirklich die passende Essenz zu finden.

Während komplexe emotionale Themen wie Angst eine detaillierte Analyse erfordern, gibt es auch klar erkennbare emotionale Zustände, bei denen Bachblüten hilfreich sein können:

  • Trauer (z. B. nach dem Verlust eines Bezugs Partners)
  • Depressive Verstimmungen
  • Sterbebegleitung
  • Scheinträchtigkeit oder hormonelle Schwankungen in der Pubertät

Auch körperliche Beschwerden, die trotz üblicher Behandlungen immer wieder auftreten – wie Juckreiz, Durchfall oder Pfotenlecken – können auf emotionale Ungleichgewichte hindeuten. Hier kann eine Bachblüten-Therapie ebenfalls helfen.

Die Anwendung von Bachblüten ist so vielfältig wie die Emotionen selbst. Sie wirken unterstützend, begleitend und lösungsorientiert.

Doch eines ist besonders wichtig: Offenheit und Bereitschaft zur Veränderung. Oft zeigt uns unser Hund durch sein Verhalten, wo auch wir als Mensch hinschauen dürfen.

Wenn du deinen Hund auf dieser Ebene wahrnimmst, wird er es spüren. Er merkt, dass du ihn siehst, dass du ihn verstehst – und das ist bereits der erste Schritt in die richtige Richtung.